Sergijew Possad
Die erste Station ab Moskau: blaue Sternkuppeln und die größte funktionierende Glocke Russlands, dazu der Ort, an dem die Matrjoschka in Serie ging.
Russland fängt nicht in Moskau an und hört hinter Sankt Petersburg nicht auf. Hier steht jede Stadt für sich: was du dort wirklich sehen solltest, wie du hinkommst und was dich überrascht, wenn du ankommst.
Neun dieser Städte bilden zusammen den Goldenen Ring und lassen sich als Rundreise ab Moskau fahren. Die übrigen liegen woanders. Die Liste wächst weiter.
Die erste Station ab Moskau: blaue Sternkuppeln und die größte funktionierende Glocke Russlands, dazu der Ort, an dem die Matrjoschka in Serie ging.
Ein See so groß wie ein Meeresarm und Peters einziges erhaltenes Boot. Dazu ein Stein, um den sich Legenden ranken.
Die Stadt, die man hört, bevor man sie sieht: Jede Glocke hat einen Namen, und die drei größten bilden zusammen einen Dreiklang.
Von den Palastbauten der altrussischen Teilfürstenzeit sind drei erhalten. Einer steht in Nowgorod, einer im Moskauer Kreml, und der dritte hier, gebaut von russischen Meistern.
Die Stadt, deren ganzer Kern auf der Welterbeliste steht: ein Erntefeld als Kirchenfresko, der größte Kachelrahmen Russlands und das erste Theater des Landes.
Die Stadt, in der ein Kirchturm zum Marktgebäude gehört: Wiege der Romanows, Käsehauptstadt Russlands, Heimat des einzigen Theaters der Welt, das alle Stücke Ostrowskis gespielt hat.
Vier Fünftel der russischen Bettwäsche kommen aus dieser Gegend. Und mitten in der Stadt steht ein Wohnhaus in Schiffsform, in dem seit fast hundert Jahren gewohnt wird.
305 Baudenkmäler auf neun Quadratkilometern, vier davon Welterbe, und eine Verwaltung, die ihren Bewohnern die Dachfarbe vorschreibt. An Erhaltung, sagt die Stadt über sich, habe sie nicht ihresgleichen.
Weiß und allein in der Wiese steht die Kirche an der Nerl, die russische Behörden zu Recht eine der schönsten der Rus nennen. In der Stadt dazu 1504 geschnitzte Steine an einer Kirchenwand, ein Garten aus dem 16. Jahrhundert und ein Buchfestival mit 37 000 Besuchern.
Eine Festungsstadt aus Kalkstein im Nordwesten, mit dem einzigen so vollständig erhaltenen monumentalen Freskenensemble Russlands aus vormongolischer Zeit.
Einzelne Tage, ausführlich erzählt. Die Stadtporträts oben liefern den Überblick, hier stehen die Geschichten dahinter: Station für Station, in der Reihenfolge, in der man sie abläuft. Zu jeder Stadt gibt es inzwischen einen Bericht.
Flachs bearbeiten, einen Faden spinnen und ein Armband weben: Was du im Jaroslawler Museum Polotno selbst ausprobieren kannst und wie du dich anmeldest.
4 Min. Lesezeit
Der Goldene Ring ist eine Erfindung des zwanzigsten Jahrhunderts, und er hat einen Autor. In der Nachimson-Straße 18 steht seit diesem Sommer die erste ständige Ausstellung Russlands über die Route selbst. Was du dort siehst und warum das ausgerechnet jetzt aufmacht.
5 Min. Lesezeit
Die Fabrik „Sobranije" bezeichnet sich als Nachfolgerin einer Jaroslawler Konditorei von 1881. In der Depudatskaja 5 steht ihr Laden, und dort gibt es mehr als Tafeln: Führungen zum Thema Schokolade und Meisterklassen, in denen du deine Pralinen selbst gießt. Gruppengrößen, Anmeldung und Öffnungszeiten.
4 Min. Lesezeit
In der Nachimson-Straße 18 steht ein Laden, der sich Börse nennt und einer ist: Handwerker aus dem Gebiet Jaroslawl verkaufen dort ohne Zwischenhändler. Dazu Verkostungen und Meisterklassen. Was dort liegt, wer dahintersteht und warum die Sache einen Preis gewonnen hat.
4 Min. Lesezeit
Der „Belojar" ist ein Katamaran mit Elektroantrieb: keine Vibration, kein Dieselgeruch, kein Knattern über dem Wasser. Fünfmal am Tag fährt er eine Stunde vor Jaroslawl. Abfahrtszeiten, Preise, Anleger, und was seit dem 27. August sonst noch von diesem Steg ablegt.
5 Min. Lesezeit
Im Depudatski-Gässchen 3 steht ein Haus, das der eine als Museum und der andere als Laden bezeichnet. Dahinter arbeitet eine Manufaktur, die seit 2014 Ofenkacheln und Geschirr in russischer Majolika macht. Was du dort siehst, was eine Meisterklasse kostet und wann dein Stück fertig wird.
6 Min. Lesezeit
Im Dorf leben neun Menschen, und über ihnen steht ein Glockenturm von 30 Metern. In den 1930er Jahren wurden alle Kirchen der Umgebung geschlossen, diese eine nicht. Wie das zuging, wer dafür ins Lager ging und was du heute drinnen zu sehen bekommst.
9 Min. Lesezeit
Von den Palastbauten der altrussischen Teilfürstenzeit sind drei erhalten. Einer steht in Nowgorod, einer im Moskauer Kreml, und der dritte hier, gebaut von russischen Meistern für den Bruder Iwans III. Ein Tag vom Kreml über vierhundert Ofenkacheln bis ins Käsewerk.
8 Min. Lesezeit
Seit 2017 arbeiten die neun Städte des Goldenen Rings in einem eigenen Verband zusammen, mit Sitz in Jaroslawl. Was die Golden Ring Union für Reisende tut, warum sie hinter meiner Reise nach Uglitsch steckt und wieso sie jetzt der ständige Partner dieser Seite ist.
3 Min. Lesezeit
Dreißig Kilometer hinter Uglitsch steht die Troika, die es im Gebiet Jaroslawl laut Hof kein zweites Mal gibt, gefahren von einer zweifachen russischen Meisterin. Dazu ein Pferdemuseum im Dorf, Häuschen zum Bleiben und ein Hofladen. Was dich erwartet, was es kostet und wie du auch ohne Russisch hinkommst.
4 Min. Lesezeit
Der höchste Dorfglockenturm Russlands steht in einem Gemüsebauernort südlich von Rostow Weliki. Wie hoch er ist, sagen drei russische Behörden verschieden. Dazu 21 Glocken, eine Ikone von 1649, eine Gartensaison, die im Februar beginnt, und Laternen aus ausgehöhlten Rüben.
10 Min. Lesezeit
Pskow suchte sich seinen Fürsten selbst aus, und der beste kam aus Litauen. 1348 erkannte Nowgorod die Eigenständigkeit an, 1510 wurde bei Tagesanbruch die Versammlungsglocke abgenommen. Ein Tag entlang dieser Geschichte, mit einem Hinweis, der über den Besuch der Fresken entscheidet.
4 Min. Lesezeit
Von Andrej Rubljow ist nirgendwo so viel Wand erhalten wie im Uspenski-Dom von Wladimir. Dazu 1504 geschnitzte Steine an der Nachbarkirche, ein Denkmal, das man per QR-Code anschaltet, und ein Garten, in dem im Juli die Kirsche gefeiert wird. Ein Tag in einer Stadt mit 350 000 Einwohnern.
11 Min. Lesezeit
Zwischen Kreml und Erlöserkloster liegt eine Wiese mit eigenem Erlass, und ringsum Häuser, deren Dachfarbe vorgeschrieben ist. Susdal hält seine eigene Ansicht in Ordnung, und beim Gehen sieht man ihr dabei zu.
7 Min. Lesezeit
Ein Wohnhaus in Schiffsform, eine Schule mit Sternwarte und ein Bogen von 186 Metern, alles in einem Kilometer Umkreis und alles bewohnt. Dazu ein Museum, in dem Traktoren auf Kleiderstoff gedruckt sind. Ein Tag entlang einer Route, die die Denkmalbehörde selbst ausgeschildert hat.
8 Min. Lesezeit
Das 1808 gegründete Theater hat nach Angabe der Stadt alle Stücke Ostrowskis aufgeführt. Dazu ein Marktviertel, in dem bis heute verkauft wird, und neunzehn Maler, die 1684 ihre Namen an die Wand geschrieben haben. Ein Tag am Wasser.
8 Min. Lesezeit
Die Uferpromenade hat zwei Ebenen und wurde aus dem Ballast von Handelsschiffen gebaut. Dahinter liegt ein Kloster, auf dessen Wehrmauer man hinaufsteigt, und ein Stadtkern, der als Ganzes zum Welterbe gehört. Ein Tag am Fluss, Station für Station.
11 Min. Lesezeit
Rostow lag zuerst woanders, und diesen Ort gibt es nicht mehr. Ein Klausner am Rand des Gebiets segnete die Männer, die 1612 nach Moskau zogen. Und das schönste Kloster der Stadt steht am See, bezahlt von einem Grafen. Ein Tag in der Reihenfolge, in der er sich erzählt.
4 Min. Lesezeit
Auf dem Hauptplatz wurde Alexander Newski geboren, am Nordrand starb ein Steuereintreiber, der zum Büßer wurde, und über der Stadt steht ein aufgelöstes Kloster voller Museum. Ein Tag in der Reihenfolge, in der die Stadt sich erklärt.
4 Min. Lesezeit
Das Kloster, für das alle herkommen, hat einmal fünfzehn Monate Belagerung ausgehalten. Sein Gründer stammte aus Rostow, seine Eltern liegen eine Bahnstation früher, und der Saal hinter der bemalten Fassade ist der größte stützenfreie Raum Russlands. Ein Tag, in der Reihenfolge, in der er funktioniert.
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